Eindrücke aus Dänemark

Eigentlich sollte es dieses Jahr Urlaub zu Hause geben, aber kurz vorher hatten wir das Gefühl doch mal raus zu müssen. Die größte Erholung bekomme ich am Meer, warum kann ich nicht genau sagen. Eine Kollegin gab den Tipp nach Dänemark zu fahren. Ich war dort als Kind zwei Mal, in meiner Erinnerung war es regnerisch und kalt, kein Strandwetter. Wir suchten uns ein schönes Ferienhaus aus, in Strandnähe gab es nichts Schönes mehr.

DSCF3205kObwohl wir nur eine Woche los wollten war das Auto rappelvoll. Die Fahrt war lang, insgesamt waren wir 10 Stunden unterwegs. Immerhin kamen wir bei Sonne in Henne Strand an. Da das Wetter die ganze Woche schlecht vorausgesagt war, brachten wir unsere Sachen nur kurz ins Ferienhaus und fuhren direkt zum Strand!

DSCF3153kWenn ich in den Urlaub fahre beginnt für mich die Erholung wenn wir angekommen sind, die Unterkunft gut ist und alles geklärt ist. In dem Moment wo wir über die Düne kamen und ich das Meer sah fing für mich der Urlaub an.

DSCF3168kDas Meer hat auf mich eine ganz besondere Wirkung. Das heranrollende Wasser, das laut tosend an den Strand kommt beruhigt mich! Schuhe aus, Hose hochgekrempelt und über den Strand laufen.

DSCF3169kUnd egal wie alt man ist, die Faszination der Wellen bleibt. Immer wieder fühle ich mich wie ein Kind, das vor den Wellen zurückweicht. Und in dem Moment, wo man es nicht erwartet, erwischt einen die Welle und die Hose wird nass! Ein Riesenspaß für die ganze Familie!

DSCF3158kViele tolle Steine haben wir gesehen, auch das verliert seinen Reiz nicht. Die Steine aufzuheben, sie in den Händen zu halten und immer findet man einen der noch schöner ist als der Vorangegangene.

DSCF3185kAuch interessant was so alles an den Strand gespült wird und es liegt dann da wie dekoriert. Nicht einfach nur ein Stück Holz!

DSCF3186kUmwickelt mit Seetang und Netzresten.

DSCF3190kReste eines Taus.

DSCF3208kBei einem Strandspaziergang gibt es viel zu entdecken, zumindest wenn man sich für die angeschwemmten Sachen interessiert.

DSCF3193kDSCF3216kAm nächsten Tag geht es wieder an den Strand. Nachdem es am Vormittag erst immer wieder geregnet hat bleibt es trocken, aber windig und kalt.

DSCF3223kNur die Beine werden frei gemacht um durchs Wasser zu spazieren, ansonsten sind wir warm eingepackt!

DSCF3252kAm nächsten Tag besuchen wir in Bork Havn das Vikingermuseum. In Dänemark gibt es viele Museen, auch ganz kleine. Der Eintritt ist meist nicht besonders hoch und Kinder unter 18 Jahre in Begleitung Erwachsener haben freien Eintritt.

DSCF3251kEin Blick in die Kirche.

DSCF3253kIm Museum oder bei anderen Sehenswürdigkeiten ist es oft sehr schwierig schöne Fotos zu machen. Es sind viele Menschen auf engem Raum und wer möchte schon Fotos mit fremden Menschen darauf? Nicht geeignet um sie im Netz zu zeigen. Also habe ich mir angewöhnt schöne Details herauszusuchen oder nur Ausschnitte zu fotografieren. Das führt dann manchmal dazu das meine Familie überrascht die Fotos anschaut und sich fragt wo ich die Fotos gemacht habe.

DSCF3255kIm Wickingermuseum laufen verkleidete Mitarbeiter herum, sie erzählen von ihrem Leben und ihrer Arbeit. Dadurch wirkt es alles lebendig und macht es auch für die Kinder besonders attraktiv.

DSCF3258kDie Kinder haben die Möglichkeit auch in die Kleidung zu schlüpfen und sich so fotografieren zu lassen.

DSCF3268kSchöne Dinge werden hier hergestellt und können erworben werden, aber die Kinder können auch selber aktiv werden und z.B. Brot backen.

DSCF3266kDSCF3257kVon Hand bestickte Wandbehänge.

DSCF3261kNachdem das Wetter erst noch ganz gut war, änderte es sich schnell. Bald war es so am regnen dass wir uns nur noch drinnen aufhielten.

DSCF3263kDSCF3260kDSCF3271kWeiter geht es zum Hafen Bork Havn. Da das Wetter immer schlechter wird schauen wir uns nur kurz um, nutzen aber die Zeit um etwas zu essen.

DSCF3272kTimon interessiert sich für ein Luftfahrtmuseum, eine gute Möglichkeit dem Regen eine Weile zu entkommen, denn hier ist alles drinnen!

DSCF3274kIch gebe zu ich habe kein besonderes Interesse an Flugzeugen, obwohl sie schon schick aussehen, so schön restauriert.

DSCF3275kWer sich aber dafür interessiert kann hier viele verschiedene Flugzeuge sehen und etwas über die Geschichte erfahren.

DSCF3277kNachdem wir im Regen durch Ringkoebing gelaufen sind, dort noch etwas gegessen haben geht es weiter zum Leuchtturm „Lyngvig Fyr“. Über eine Wendeltreppe mit über 150 Stufen geht es nach oben.

DSCF3279kEine schöne Aussicht, auch wenn uns fast die Haare vom Kopf gepustet werden!

DSCF3285kEs war dort oben so windig dass ich mich mit den ganzen Körper gegen den Wind stemmen musste und mich beim fotografieren mit einer Hand am Geländer festgehalten habe. Wahnsinn!

DSCF3297kVon zwei weiteren Tagen gibt es keine Fotos. Wir waren im Legoland, davon waren wir wenig begeistert. Vielleicht weil wir schon im deutschen Legoland waren und damals mit einem jüngeren Kind. Einen Tag waren wir Minigolf spielen, nicht meine Disziplin. Ich habe mich über jede Bahn gefreut wo ich keine 7 Punkte bekommen habe.

DSCF3296kNur an einem Tag schien den ganzen Tag die Sonne und der Regen kam erst abends. An diesem Tag haben wir uns eine Draisinenfahrt vorgenommen. Eine alte Bahnlinie führt  von Norre Nebel bis Nymindegab. Einer tritt in die Pedale und zwei sitzen auf einer Bank und sind dafür zuständig die Schranken an den Übergängen zu öffnen.

DSCF3289kTimon hat uns ganz eifrig gefahren, wir haben ihn nur kurz mal abgelöst. War sicher ein lustiges Bild, stellt euch vor wie ich auch noch auf dem Bänkchen sitze und mich vorne festhalte!

DSCF3300kDie Landschaft ist sehr ruhig, idyllisch. Die Heide fängt gerade an zu blühen, in einigen Wochen sieht es sicher noch schöner dort aus.

DSCF3295kZwischendurch haben wir eine kleine Pause gemacht, dort gibt es auch eine Grillhütte und sensationell, ein modernes Plumsklo! Es war sehr sauber und roch gut.

DSCF3301kIrgendwie hätte ich mir in dieser Kulisse gut einen Karl May Film vorstellen können!

DSCF3303kIn Nymindegab haben wir dann eine Pause gemacht, ein kleines Örtchen mit einem Geschäft für Kunsthandwerk. Im Supermarkt habe wir uns Brötchen, Aufschnitt und Getränke gekauft und dann gegessen. In Dänemark findet man an vielen Orten Picknicktische mit Bänken wo man sein mitgebrachtes Essen verzehren kann.

DSCF3304kHier gibt es auch ein kleines Museum für Kunst, Natur und Historie. Es sind viele Bilder von verschiedenen Malern zu sehen, außerdem geht es um das frühere Leben auf dem Land, mit der Fischerei. Dieses kleine Museum ist sehr ansprechend hergerichtet, für jeden etwas dabei. Im schön angelegten Außengelände kommen auch kleinere Kinder auf ihre Kosten.

DSCF3307kDSCF3314kEin Köderhaus, hier untergebracht war eine Gemeinschaft aus jungen Mädchen und jungen Männern die in der Fischerei gearbeitet haben und dort verschiedene Aufgaben hatten.

DSCF3320kUnser letzter Ausflug führt uns nach Esbjerg, dort schauen wir uns das Fischerei- und Seefahrtsmuseum an.

DSCF3323kDSCF3324kIm Salzwasseraquarium kann man verschiedene Fische und Meerestiere anschauen. In einem offenen Becken können hier kleingefleckte Katzenhaie und Rochen gestreichelt werden. Ich habe immer eine große Freude daran Meerestiere zu beobachten.

DSCF3326kWeiter geht es zur Ausstellung über die dänische Fischerei.

DSCF3329kDSCF3330kErst im Innenbereich und dann im Außenbereich.

DSCF3335kNatürlich interessiert mich eine alte Nähmaschine!

DSCF3336kDSCF3337kDSCF3338kDraußen gibt es nochmal verschiedene Fischerboote zu sehen.

DSCF3339kDSCF3340kDSCF3344kDie Robbenfütterung sehen wir nicht mehr, aber beobachten kann man sie auch ohne Fütterung.

DSCF3348kUnd dann habe ich Glück als direkt vor mir eine Robbe aus dem Wasser schaut.

In der Innenstadt essen wir etwas und bummeln dann noch durch die Fußgängerzone. Überrascht sind wir als wir einen Mitschüler von Timon mit Familie aus Bökendorf treffen.

Und ehe wir uns versehen ist der Urlaub schon wieder um. Das Wetter hätte etwas wärmer und stabiler sein können. Dänemark hat mir gut gefallen, die Dänen sind sehr freundlich, viele sprechen deutsch. Es ist familienfreundlich und mein Gefühl ist, dass sie in Sachen Barrierefreiheit schon etwas weiter sind wie bei uns in Deutschland.

Und jetzt wartet ein großer Berg Wäsche darauf gewaschen zu werden! Eine lange To-do-Liste für die kommende Woche ist schon geschrieben. Schade,…

Euch einen guten Wochenstart, mit hoffentlich schönem Wetter.           LIEBEVOLLe Grüße Dini.

Ausflug zum Weser-Skywalk

Letzten Sonntag als das Wetter so schön war, entschlossen mein Mann und ich uns spontan einen Ausflug zu machen. Zunächst fuhren wir nach Herstelle ins Erlenhofcafe. Wir freuten uns draußen so schnell einen Platz zu bekommen, kurze Zeit später wussten wir auch warum. An die Wespen haben wir nicht so richtig gedacht. Trotzdem hatten wir noch Glück, es verirrten sich nur einige Wespen zu uns, am Nachbartisch hingegen ließ sich ein ganzer Schwarm nieder. Nichts für schwache Nerven!

DSCF2859kWir fuhren mit dem Auto nach Würgassen und stellten es an der Weser ab. Von da aus wanderten wir zum Skywalk. Über den sogenannten „Holzweg“ kommt man zum Skywalk hinauf. Es ist ein toller Weg durch den Wald, auch ideal wenn Kinder dabei sind (nicht gut geeignet für Kinderwagen).

DSCF2841kAuf dem Weg zum Skywalk begleitet einen „Klippi“ der Hirschkäfer, der einen an acht Stationen wissenswertes über den Wald erzählt. Also pädagogisch wertvoll!

DSCF2843kIch konnte mich gar nicht satt sehen an den vielen unterschiedlichen zum Teil sehr interessant geformten Baumstämmen, den vielen Brombeeren und dem Sonnenspiel.

DSCF2849kJPGEin Paradies um mit Kindern den Wald zu erkunden.

DSCF2854kJeder Baum erzählt seine eigene Geschichte oder regt dazu an Geschichten zu erfinden.

DSCF2856kSich mit geschlossenen Augen (vielleicht hat man ein Tuch zum Verbinden dabei) durch den Wald führen lassen und an verschiedenen Stellen die Natur befühlen. Was für ein inneres Bild bekommt man und wie sieht es wirklich aus, wenn man die Augen öffnet?

DSCF2860kWie stark sind Spinnenweben? Blätter können sie mühelos tragen, doch auch kleine Aststücke?

DSCF2864.kJPGEinzelne Blätter mitnehmen und sie später mit einem Pflanzenführer zu Hause bestimmen.

kDSCF2836kFür alle die nicht so gut zu Fuß sind oder einfach keine 3 km laufen wollen, die können mit dem Auto noch etwas näher heran kommen. Ganz ohne Laufen geht es aber nicht.

DSCF2835kDSCF2833kDSCF2832kUnd dann nach fast 3 km durch den Wald ist er auf einmal da!

DSCF2821kFür uns war es tatsächlich der erste Ausflug hierher, obwohl des den Weser Skywalk schon seit 2011 gibt. Die Aussicht über die Weser auf Herstelle und Würgassen ist schon toll.

DSCF2823kZur anderen Seite gibt er den Blick auf Bad Karlshafen frei.

DSCF2830kLiebes- und Schnullerfreischlösser sind am Geländer befestigt.

DSCF2818Ich kann mir gut vorstellen nochmal zum Skywalk zu wandern. Allerdings hätte ich dann eine Wasserflasche dabei und ich würde versuchen es an einem Wochentag zu machen. An einem sonnigen Sonntag ist ziemlich viel los und so kann man den Ausblick nur halb genießen.

An diesem Wochenende hatte ich wieder ein Fortbildungswochenende, so konnte ich das schöne Wetter nicht richtig genießen. Gestern Abend waren wir bei Freunden zum Grillen eingeladen. Wir haben einen leckeren, lustigen Abend verbracht. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, LIEBEVOLLe Grüße Dini.

Eine Bootsfahrt auf den Shannon in Irland Teil 2

Nachdem wir in Hodson Bay übernachtet haben wollen wir den Lough Ree passieren. Dafür darf es nicht zu windig sein und so erkundigen wir uns vorher. Da sich in einer Toilette das Wasser nicht richtig abpumpen lässt werden zwei Mechaniker geschickt. Die müssen aber erst einem anderen Boot, welches sich festgefahren hat helfen. Bei uns funktioniert die Toilette nach kräftigem Pumpen doch wieder. Wir fahren weiter bis nach Lanesborough.

DSCF2650.kJPGDort lassen wir den Hafen liegen und suchen uns einen Platz hinter der Brücke an einer Mauer. Wir wandern erst einmal durchs Städtchen. Die Brücke verbindet die kleinen Orte Lanesbourogh mit Ballyleague. Hinter der Brücke ist ein toller, ganz neu angelegter Park mit Angelplätzen extra für Rollstuhlfahrer. Auf Rasenflächen gibt es viele Picknicktische.

DSCF2617kWir finden einen guten Supermarkt, wo wir frische Scones finden und decken uns mit allem Wichtigen ein. Schwieriger wird es hingegen ein Restaurant oder Pub zu finden wo wir etwas essen können. Offensichtlich ist es gerade am Donnerstag schwierig.

DSCF2603kLetztendlich finden wir einen Pub der auf den ersten Blick ziemlich schäbig anmutet. An der Theke sitzen viele Einheimische und gucken sich Pferderennen an. Offensichtlich haben sie Wetten abgegeben, denn sie fiebern entsprechend mit.

Ich fühle mich eher unwohl. Das Essen entschädigt dann aber, es ist sehr reichlich und gut.

DSCF2616kAm nächsten Morgen werde ich früh wach. Über dem Fluß liegt Nebel und die Sonne geht langsam auf. Ich überlege kurz ob ich mich waschen und anziehen soll um zum Fotografieren raus zu gehen. Aber in Anbetracht der Tatsache das ich die anderen Beiden nicht wach machen will, ich außerdem Angst habe die besten Momente bis dahin zu verpassen, werfe ich mir nur eben eine Hose und Pullover über, schnappe mir die Kamera und los geht es.

DSCF2614kDie Luft ist kalt, aber frisch. Ich höre verschiedene Vögel, ansonsten ist alles noch ganz friedlich. Ich laufe in den Park, bis zum Hafen und versuche die schönsten Momente im Bild festzuhalten.

DSCF2613kMeine Kamera macht es mir nicht leicht. Da sie ausschließlich einen Bildschirm hat welcher meistens blendet fotografiere ich mehr oder weniger blind. Wie gerne hätte ich nun meine Canon dabei mit dem großen Objektiv. Für diese Reise wäre sie passender gewesen.

DSCF2640kIch fühle mich so gut an diesem Morgen, es ist mein persönlich schönster Reisemoment!

DSCF2625kDSCF2646kMehrere Fischreiher waren an diesem Morgen unterwegs, aber sie wollten sich nicht so einfach fotografieren lassen.

DSCF2672kDer Blick von der Brücke aus, gerade da machte mein Akku schlapp. Also bin ich schnell zum Boot um den Akku zu wechseln und weiter ging es.

DSCF2679kIch habe ihn dann doch noch im Flug einfangen können.

DSCF2659kDSCF2696kAls ich wieder zurück komme ist Christian wach, kein Wunder bei meinem Rumgerumpel auf dem Boot. Er kocht einen Tee und wir setzten uns mit einem Scone auf eine Bank und halten unsere Gesichter in die Sonne. Flußaufwärts kämpfen sich zwei Schwimmer im Neoprenanzug. Auch wenn sich die Sonne warm anfühlt ist es kalt. Sie steigen aus dem Wasser, trocknen sich ab und ziehen sich Hose, Hemd und Schlips an um dann offensichtlich ins Büro zu fahren.

Ich hole frische Brötchen und Christian macht Rührei und brät Schinkenspeck. Wir frühstücken ausgiebig und machen uns dann auf den Weg.

DSCF2705kWeiter geht es Richtung Carrick on Shannon. Heute müssen wir drei Schleusen passieren.

DSCF2710kWohin das Auge reicht gibt es Kühe und jede Menge Schwäne die mit ihren Nachwuchs unterwegs sind.

DSCF2714kDie Kormorane sitzen meistens auf den Markern.

DSCF2720kDie nächste Schleuse ist in Sicht und mal wieder Mittagszeit. Also heißt es anlegen und warten.

DSCF2724kDie Zeit kann gut für ein kleines Nickerchen genutzt werden.

DSCF2730kDie Schleusen sind schon sehr alt, bewachsen mit Wildblumen und Unkraut und wenn man genau hinschaut …

DSCF2731k… entdeckt man Enten am Schleusentor. Die lassen sich überhaupt nicht von den vielen Booten und Touristen stören.

DSCF2735kWieder die nächste Schleuse, wieder warten…

In Carrick-on-Shannon ist es schon sehr voll als wir ankommen. Einen Liegeplatz außerhalb der Anleger finden wir diesmal nicht. Die kostenpflichtigen Anleger sind schon ziemlich voll, aber wir haben Glück und finden noch einen kostenfreien Liegeplatz. Zwar direkt an einer Tankstelle, aber der Dieselgeruch stört nicht weiter da es sowieso immer etwas nach Diesel riecht.

Wir gehen an diesen Abend sehr lecker aber auch sehr teuer essen.

DSCF2740kWeiter geht unsere Fahrt zum Lough Key, hier befindet sich ein Activity Park der bei Touristen besonders beliebt ist. Neben den vielen Bootstouristen kommen auch hier viele über das Festland, Familien und Gruppen. Wir nehmen einen Anleger der etwas abseits vom Geschehen ist. Da wir heute keine Einkaufsmöglichkeiten gefunden haben müssen wir die nächsten zwei Tage von unseren Vorräten leben.

DSCF2741kDSCF2742kVon Moylurg Tower einen häßlichen Betonaussichtsturm hat man einen tollen Rundumblick über das gesamte Areal des Forest Parks. Dafür muss man fleißig Treppen steigen und aufpassen das die vielen nistenden Schwalben einen nicht anscheißen!

DSCF2743.kJPGHier sieht man eine Gutskirche. Überall im Park gibt es Picknickmöglichkeiten für Familien und Gruppen.

DSCF2744kAuf der Insel steht das Lustschloss Castle Island aus dem frühen 19. Jh. Es darf nicht betreten werden, da es nach einem Brand nicht sicher genug ist.

DSCF2749kWir laufen über den Tree Top Walk der auf Stelzen in Baumwipfelhöhe durch den Wald am Ufer entlang führt.

DSCF2752kAbends am Anleger bekommen wir Besuch von einer Schwanenfamilie mit drei Babyschwänen. Gut geschützt zwischen Mamas Federn werden die Kleinen kutschiert.

DSCF2756kGemeinsam mit einer schottischen Familie beobachten wir das Treiben der Schwäne und füttern sie mit altem Brot.

DSCF2769kEins der Kleinen ist sehr aktiv und steigt von Mamas Rücken um selber Brotstücke zu fressen.

DSCF2762kDie anderen Beiden bleiben lieber im sicheren Versteck.

DSCF2766kZwischendurch wird ein kleines Nickerchen gemacht.

Ab hier geht unsere Reise wieder zurück. Am nächsten Tag ist ein Regentag, es regnet den ganzen Tag ohne Unterlass. Wir entscheiden uns in einem Rutsch bis Lanesborough zurück zu fahren. Also passieren wir 4 Schleusen. Obwohl der Steuerstand überdacht ist tropft es die ganze Zeit herein. Immer wenn wir anlegen oder eine Schleuse passieren muss ich mit Timon raus. Danach ziehe ich die nassen Sachen aus um sie zu trocknen. An allen Schleusen müssen wir mal länger und mal kürzer warten. So ergeben sich viele Kontakte mit anderen Bootstouristen. Es sind sehr viele Deutsche, Österreicher und Schweizer unterwegs.

Insgesamt war es ein schöner Urlaub, die Zeit verging jeden Tag wie im Flug. Jeder hatte auf dem Boot seine täglichen Aufgaben zu erledigen, es war ein schönes Miteinander. Gerne möchte ich irgendwann noch die Küste von Irland sehen, das Irland was man von Fotos kennt. Im Gegensatz zu dem Schottlandurlaub im vergangenen Jahr haben wir uns viel selbst versorgt. Einmal am Tag haben wir auswärts gegessen.

Euch einen schönen Sonntag, LIEBEVOLLe Grüße Dini.

Eine Bootsfahrt auf den Shannon in Irland Teil 1

Gerade sind wir aufgebrochen in den Urlaub und schon sind wir wieder zu Hause. Nach unserem Urlaub in Schottland im vergangenen Jahr sollte es diesmal Irland sein. Mein Mann kam auf die Idee mit einem Boot durch Irland zu reisen. Bis zum Antritt der Reise war ich skeptisch, ob mir das gefällt. Timon hingegen war sofort begeistert und konnte es gar nicht erwarten!

Diesmal hatten wir einen Direktflug nach Dublin und wurden dort vom Flughafen abgeholt und 2 Std überland zum Hafen in Banaghar gebracht. Schon auf dieser Fahrt war ich etwas irritiert über die Landschaft, die eigentlich nicht viel anders aussah als bei uns. Ich hatte so ein ganz anderes Irland im Kopf und musste in den nächsten Tagen feststellen, dass wir dafür im falschen Landesteil waren. Vergleichbar ist es, wenn eine Ire nach Deutschland kommt, hat Bayern vor Augen und fährt dann mit den Boot auf der Weser durchs Weserbergland!

DSCF2486kAber ganz von Vorne! Wir sind in Banaghar angekommen und bekamen zunächst eine Einführung. Alles wurde uns ganz genau erklärt, wie das Boot funktioniert und worauf wir bei der Fahrt alles achten müssen. Die Boote dürfen dort ohne Bootsführerschein gelenkt werden. Sie fahren um die 20 kmh schnell. Unser Boot mit etwas mehr als 10 Metern gehörte zu den mittelgroßen Booten. Das Boot war innen sehr sauber, hatte zwei Schlafkabinen mit je einem Badezimmer (Toilette, Waschbecken und Dusche), einem Wohnraum (mit Sitzecke und Tisch) und einer kleinen Küche.

DSCF2484kNachdem wir mit dem Mechaniker eine Runde gefahren sind haben wir etwas gegessen, einen ersten Einkauf getätigt und dann ging es los.

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Hier ein Blick in die Küche, klein aber fein.

DSCF2445kAm ersten Tag fahren wir von Banagher über Shannonbridge nach Clonmacnoise.

DSCF2447.kJPGHier ist die Shannonbridge zu sehen. Da der Anleger hier schon ziemlich voll aussieht fahren wir noch ein Stück weiter bis Clonmacnoise

DSCF2463kDSCF2467k Rechts ist die Ruine der Normannenburg zu sehen, links die Klosteranlage. Nachdem wir noch die Gegend erkundet haben, essen wir gemeinsam Abendbrot. Am nächsten Tag wollen wir uns die beeindruckende Klosteranlage von Clonmacnoise anschauen.

DSCF2476kDer Pilger.

DSCF2483kVon dem Anleger schaut man direkt auf die Ruine der Normannenburg.

DSCF2498kDer Name Clonmacnoise bedeutet übersetzt „Wiese der Söhne des Noise“. Die Anlage wurde Mitte des 6. Jh. vom heiligen Ciaran gegründet und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zum geistlichen Zentrum Irlands.

DSCF2499kZu seiner Blütezeit bestand das Kloster aus einer Kathedrale, neun Kirchen, zwei Rundtürmen sowie einfachen Holzhütten als Unterkünfte für die Mönche.

DSCF2503kIm Laufe der Zeit wurde die Anlage mehr als fünfzigmal von Wikingern, Normannen und von irischen Königen geplündert und zerstört. Bis zum Jahr 1552 war Clonmacnoise Sitz eines Bischofs.

DSCF2506kNachdem das Kloster unbewohnt war entwickelte sich die Klosteranlage zu einem beliebten Ausflugsziel von irischen Familien und Schulklassen.

DSCF2515kHeute ist Clonmacnoise ein imposantes Freilichtmuseum. Seit 1993 gibt es ein Besucherzentrum, das über die Geschichte des Klosters informiert.

DSCF2518kAußerdem sind hier in klimatisierten Rundräumen drei kostbare Hochkreuze, wertvolle Grabplatten und andere Ausstellungsstücke zu sehen.

DSCF2523kNeben den Bootstouristen die hier anlegen kommen auch viele Touristen mit Bussen oder Autos hierher um sich die Klosteranlage anzuschauen.

DSCF2510.kJPGDSCF2512kDirekt neben der Klosteranlage befindet sich ein Friedhof. Auffallend sind die teilweise sehr großen Grabsteine.

DSCF2520kEin Blick von der Klosteranlage zum Shannon River.

DSCF2529kEins der originalen Hochkreuze die im Museumtrakt stehen, um sie vor den weiteren Verfall zu schützen.

DSCF2532kNachdem wir uns alles angeschaut haben machen wir unser Boot klar und weiter geht es Richtung Athlone.

DSCF2451kRote und grüne Marker zeigen uns die Fahrrinne an, damit wir nicht zu nah ans Ufer kommen.

DSCF2448kDSCF2547kEigentlich hatte ich wie in Schottland hauptsächlich Schafe erwartet. Aber in diesem Teil Irlands gibt es hauptsächlich Kühe und davon reichlich.

DSCF2551kDSCF2555kDSCF2562kHin und wieder sind auch Pferde zu sehen.

DSCF2566kBevor wir in Athlone ankommen müssen wir unsere erste Schleuse passieren. Aber erstmal ist Mittagspause und so müssen wir erst anlegen und warten. In der Schleuse sind wir alle drei gefragt. Christian lenkt das Boot, Timon und ich halten vorne und hinten die Leinen um das stehende Boot an der Schleusenwand zu halten.

DSCF2567kIn Athlone machen wir dann halt und essen hier etwas zu Mittag. Dann suchen wir einen Supermarkt und kaufen neue Vorräte ein. Auf unseren Karten müssen wir im Auge behalten wo wir Vorräte auffüllen können, da es nicht in allen Orten Einkaufsmöglichkeiten gibt. Die meisten Orte sind sehr klein.

DSCF2571kNachdem wir Athlone hinter uns lassen fahren wir kurze Zeit später in den Lough Ree ein. Das Ziel des heutigen Tages ist in Hodson Bay ein kleiner Anlegehafen. Da der Hafen schon recht voll ist machen wir am äußeren Anlegesteg fest. Eine andere Bootsfamilie hilft uns das Boot noch etwas nach hinten zu ziehen, weil am Morgen Passagierboote dort festmachen.

DSCF2591kMorgens wache ich sehr früh auf und höre Gezwitscher. Ganz viele Vögel sitzen auf dem Geländer unseres Bootes. Beim Versuch sie zu fotografieren fliegen sie immer wieder kurz weg. Sie genießen offenbar die aufgehende Sonne.

DSCF2583kAuch ich beobachte den Sonnenaufgang. Noch sind alle am schlafen und es ist ganz friedlich.

Dies ist der erste Teil unserer Reise durch Irland. Auf dem Boot vergeht der Tag sehr schnell. Innerhalb der ersten Tage hatten wir einen festen Ablauf, jeder wusste was er zu tun hat. Zu meiner Überraschung habe ich sehr gut geschlafen, das Geschaukel (mal mehr mal weniger) machte mir nichts aus.

Vielleicht schaffe ich es morgen schon den zweiten Teil unserer Reise zu schreiben. Euch ein schönes Wochenende. Bei uns läuft die Waschmaschine auf Hochtouren! LIEBEVOLLe Grüße Dini.

Elternfreizeit an der Ostsee

Als Timon klein war haben wir es immer mal wieder geschafft ein Wochenende zu Zweit zu verbringen. In den letzten Jahren ist es dann immer seltener geworden, wenn wir einen Kurzurlaub gemacht haben war unser Sohn dabei. Jetzt wollten wir mal ein verlängertes Wochenende für uns haben, an die See fahren und ohne viel Programm unsere Freizeit genießen. Bei der Aussicht ein ganzes Elternfreies Wochenende für sich zu haben war das Kind begeistert und die Sache war beschlossen. Wir suchten ein Ferienhaus möglichst nah am Meer, was nicht einfach war, weil das lange Wochenende direkt in die Herbstferien in NRW überging.

DSCF2062kWir fanden ein Domizil in der Nähe von Wismar. Einen Campingplatz auf dem unter anderen Ferienhäuser und Wohnwagen standen und direkt am Wasser, allerdings ist es ein Salzhaff (ein Stehgewässer) also wie ein großer See mit Verbindung zum Meer.

DSCF2059kAm Donnerstagmorgen starteten wir und wie ich vorher schon vermutet hatte standen wir gerade auf der Autobahn angekommen im Stau! Auf dem Weg zur Ostsee gab es mehrere Baustellen und so ging es von einem Stau in den nächsten. Das Wetter war sehr diesig und wollte nicht aufklaren. Wir waren froh als wir endlich ankamen. Das Ferienhaus war ganz schön, wenn man von Kleinigkeiten absah. Wir machten uns bevor es dunkel wurde gleich hinunter zum Wasser, ich war etwas enttäuscht. Ein ganz kleiner Steifen Strand führte am Ufer entlang.

Am nächsten Morgen kündigte sich bei mir eine Blasenentzündung an, so ein Mist. Nachdem ich unzählige Male zur Toilette gerannt bin schaffte ich dann auch mal 30 Min. ohne Toilette. Inzwischen war es schon Mittag, wir fuhren nach Wismar und suchten als erstes eine Notfall-Apotheke. Ich bekam ein pflanzliches Mittel zum einnehmen. In der Stadt angekommen steuerten wir gleich das erste Restaurant an, weil ich sofort wieder eine Toilette brauchte. Nach dem Essen schauten wir uns die Altstadt an. Hier sieht man schöne, liebevoll restaurierte Altbauten neben zum Teil herunter gekommenden Fassaden. Der große Marktplatz ist sehr beeindruckend! Wir setzten uns in ein Cafe und genossen das bunte Treiben.

DSCF2011kIch wollte aber endlich das richtige Meer sehen! Das Wetter klarte doch noch auf und wir fuhren zur Insel Poel. Ich bin ein absoluter Insel-Fan, allerdings blieb das Insel-Feeling etwas aus nachdem wir über eine winzige Brücke gefahren sind (kleiner als unsere Weserbrücke) und wir schon drauf waren. Die Insel ist so nah am Festland, das man nicht merkt das es eine Insel ist. Der Strand entschädigte uns für den schwierigen Start, genauso einen Strand wollte ich haben!

DSCF2012kWir liefen eine Weile am Wasser entlang und trotz Reizblase musste ich mit den Füßen ins Meer! Das Wasser ist hier sehr lange sehr flach, wer gerne schwimmt muss erstmal weit laufen. Aber für Kinder, auch kleine Kinder die im Wasser spielen wollen ist es hier optimal.

DSCF2005kHier hätte ich stundenlang bleiben können, mich beruhigt das Meer irgendwie. Und da es inzwischen früher Abend war, leerte sich inzwischen der Strand.

DSCF2015kIch sammelte einige Muscheln und wir schickten an das Kind noch einen lieben Gruß!

DSCF2031kWieder am Feriendomizil angekommen konnte ich noch den Sonnenuntergang einfangen. Es herrschte dort eine gute Stimmung, einige Ferienbewohner saßen am Strand zusammen und grillten und sangen bei Gitarrenklängen.

DSCF2047kEigentlich hatten wir vor am nächsten Morgen Richtung Rostock zu fahren, aber das Wetter lockte schon mit einem blauen Himmel und Sonne satt und so entschlossen wir uns zu einem Faulenzertag am Strand. Wir fuhren wieder zur Insel Poel, mieteten uns einen Strandkorb und genossen unsere Freizeit, ohne Verpflichtungen und Stress!

Um uns herum waren viele Familien und alle waren sehr zufrieden. Trotz der vielen Menschen (und kleinen Kinder) war es sehr ruhig am Strand.

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Könnt ihr die Seifenblasen sehen, es war nicht leicht sie einzufangen, weil der Wind sie schnell wegtrieb!

Die Familie im Strandkorb neben uns pustete Seifenblasen und sie verteilten sich schnell über den Strand. Die Kinder hatten jede Menge Spaß den Seifenblasen hinterher zu jagen und sie wurden auch nicht müde dabei. Jedem Strandbesucher der die Seifenblasen sah wurde ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert!

Ich musste gleich an den kleinen Bela denken auf dessen Beerdigung ich vor 3 Wochen war. An seinem Grab pustete eine Seifenblasenmaschine Seifenblasen über das Grab und den Friedhof.

DSCF2021kWir saßen im Strankkorb, lasen, aßen, unterhielten uns, beobachteten die Menschen um uns herum und waren glücklich! Zwischendurch ging ich etwas am Strand entlang und traf dort eine Frau mit der ich gleich ins Gespräch kam. Sie war mit einer Motorradgruppe unterwegs und sie waren eher zufällig auf der Insel Poel gelandet.

DSCF2026kWehmütig verließen wir am Abend den Strand und fuhren nochmal nach Wismar um dort zu Abend zu Essen. Das war nicht so einfach, es war eine Menge los alle Restaurants überfüllt nurnoch draußen gab es freie Plätze mit langer Wartezeit auf das Essen. Dank Heizpilze und Decken konnten wir es draußen aushalten.

DSCF2061kAm nächsten Morgen hieß es schon wieder Abschied nehmen, bei dem herrlichen Sonnenwetter wäre ich gerne noch ein paar Stunden geblieben. Die Rückfahrt war dann wie schon die Hinfahrt, Stau, Stau, Stau. Die Rastplätze waren völlig überfüllt, es war schwer einen Parkplatz zu bekommen.

DSCF2068kAls wir zu Hause ankamen wurden wir herzlich von unserem Kind begrüßt. Er war so froh dass wir wieder da waren! Wenn man machen kann was man will, wird es schnell langweilig. Timon ist abends früh ins Bett gegangen und morgens früh aufgestanden. Seine Highlights waren das Essen bei Oma und Opa und der Kegelabend zu dem sie ihn mitgenommen haben. Schön, dass er uns doch noch ein bisschen braucht! Nachdem wir ihm alles über unser Wochenende erzählt haben war er schnell wieder in seinem Zimmer verschwunden. Alleine zu wissen das jemand verfügbar ist wenn einem danach ist reicht eben schon aus!

Und so haben wir alle dieses Wochenende auf die eine oder andere Art genossen und waren trotzdem sehr glücklich wieder vereint zu sein!

LIEBEVOLLe Grüße Dini.